08.03.2008
Hallo zusammen,
wir sind es nun endlich mal wieder! Vielen Dank fuer die Eintraege. Im Sueden der Insel wird es dann doch sehr, sehr einsam. Man muss tanken, wenn sich die Moeglichkeit bietet und groessere Staedte mit Internet gibt es selten. Aber es war traumhaft schoen!
Im Groben haben wir die vergangenen Tage damit verbracht, Richtung Sueden an den Gletschern vorbei nach Queenstown und dann ueber Te Anau zum Milford Sound zu fahren. Danach ging es ganz in den Sueden, um an der Kueste entlang die Catlins von West nach Ost zu durchqueren.
Die Gletscher an der Westkueste haben wir eigentlich gar nicht richtig besucht, weil wir immer stundenlange Maersche haetten machen muessen......genau unser Ding! Daher haben wir uns mit Fernansichten begnuegt. Das war aber auch sehr schoen!



Nachdem wir in Queenstown, der letzten grossen Stadt zwei Tage verbracht haben und
In Queenstown haben wir zwei Tage verbracht und haben dort River Rafting gemacht. Das hoert sich gefaehrlich an, ist es auch! Aber mit gutem Guide werden alle Touristen den Fluss herunter gebracht. Aus dem Fluss haben wir sogar getrunken. Hat Spass gemacht. Im weltbekannten Shotover River wollten wir noch mit einem Jet Powerboat fahren. Die brettern mit full speed durch den engen Fluss sehr nah an den Felsen vorbei. Leider musste diese Fahrt mal wieder wegen des naechtlichen Regens ausfallen. Der Fluss hatte zuviel Wasser und die Fahrer haben sich nicht getraut…Weicheier!
Durch hohe Berge gings zum sehr abseits gelegenen Milford Sound. Hier ist die Welt zu Ende. Ohne Probleme waere es hier moeglich, wochenlang zu wandern, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Wenn man das denn will! Wir haben stattdessen eine Fahrt mit einem Boot gemacht, da es nicht viele andere Moeglichkeiten gab. Im Fjord fuehlten wir uns wie Zwerge.



Richtung Sueden ging die wilde Fahrt weiter aus den Bergen an die Kueste. Endlich keine engen Kurven mehr und endlich wieder Wellen! Die Fahrt durch die Catlins und als Ueberraschung eine Expedition ins Tierreich begannen! Um es vorweg zu nehmen, weil wir so aufgeregt sind...wir hatten total Glueck und konnten Pinguine, Seeloewen, Delphine, Schafe sowieso und eine ganz seltene Albatros-Art aus naechster Naehe und zum Teil fast ganz allein in freier Wildbahn beobachten. Es wahr unglaublich! Und wunderschoene, gruene und huegelige Landschaften gab es noch dazu.
Zuerst sahen wir Delphine, die in kleinen Gruppen durch eine Bucht zogen. Natuerlich sprangen wir trotz des eiskalten Wassers sofort in die Fluten. Diese Delphine leben in der Bucht und es gibt insgesamt nur noch 3000 dieser seltenen Hektordelphine!
Abends legten wir uns auf die Lauer, um Pinguine beim Herauswatscheln aus dem Wasser zu beobachten. Pfeilschnell schwammen sie mit den Wellen an den Strand, um dann torkelnd aufzustehen und tolpatschig weiterzugehen. Die Steine zu ihren Nestern huepften sie hinauf.
Dann fuhren wir ueber eine Schotterpiste (nicht dem Wagenvermieter sagen!) an einen abgelegenen Strand, an dem es Seeloewen geben sollte. Wir wanderten die Bucht entlang, sahen aber keine. Nur ein merkwuerdiger Geruch lag ueber den Duenen. Hinter der letzten kurve sahen wir es: ein toter Seeloewe. Schade dachten wir und zueckten die Fotoapparate. Aber ploetzlich atmete er tief ein und wedelte mit der Schwanzflosse! Schreck und Freude zugleich! Wir gingen durch den Duenenweg hinter dem Strand. Das Strandgras in den Duenen war platt und wir begriffen, dass die Tiere zum Schlafen in die Duenen robbten. Schon versperrte uns ein weiterer schlaefriger Seeloewe den Weg! Total niedlich! Auf dem Rueckweg begegnete uns ein weiter Kollege, der weniger niedlich war: ein riesiges Maennchen, das sicher 300 kg wog! Wir pirschten uns heran, aber der Seeloewe gab uns zu verstehen, dass dieser Strand sein zu Hause ist. Er bewegte sich trotz seiner Masse unerwartet schnell auf uns zu. Wir beendeten unseren Ausflug, weil wir gelesen haben, dass sie auch zubeissen koennen.
Wieder abends beobchteten wir Robben, die sich auf den Steinen aalten und hatten in der danebenliegenden Bucht wieder das Glueck auf unsrer Seite. Aus dem Pinguinversteck heraus konnten wir die kleinen Racker beobchten, als sie ihren Arbeitstag beendeten. Grossartig und so niedlich!
Am naechsten Tag fuhren wir nahe Dunedin zu einer Royal Albatross Colony. Wir dachten, dass wir sie dort in Schwaermen fliegen sehen wuerden, aber weil diese Tiere so selten sind, wohnen in dieser Kolonie momentan nur 5 Tiere. Die Eltern sind mehrere Tage auf Beutezug, waehrend die 2 Kueken (2kg schwer) im nest warten. Wieder hatten wir Glueck und gerade als wir ueber die Felsen schauten, seglete ein riesiger Albatross an den Felsen entlang. Simon Supershot glueckten sogar gleich mehrere Fotos!
In einer weiteren Geheimbucht, in der wir allein waren, konnten wir dann nochmal eine Seeloewendame beobachten, die sich gerade nach einem Mittagsschlaefchen ins Wasser begab. Nachdem Sie mehrere Anlaeufe benoetigte, um die Muedigkeit abzuschuetteln und sich an das kalte Wasse zu gewoehnen, rutschte sie gekonnt in die Brandung und schwamm in strandnaehe zu den Felsen am Rande der Bucht.









Soweit erstmal......wir hoffen, das sind erstmal genug News von uns.
Wir vermissen euch und hoffen, dass wir nun wieder oefter zum Schreiben kommen und ihr viele Kommentare schreibt!